eLearning | Glossar
eLearning-Glossar – S, wie … Teil 2
Im ersten Teil unseres eLearning-Glossars zum Buchstaben S haben wir bereits einige Begriffe rund um digitales Lernen angesprochen. Im zweiten Teil geht es um vier weitere Begriffe, die im eLearning-Alltag häufig eine Rolle spielen: SCORM, Screenreader, Seminar sowie Single Sign-On.
SCORM
SCORM steht für Sharable Content Object Reference Model und ist ein technischer Standard für digitale Lerninhalte. Er sorgt dafür, dass eLearning-Kurse, die beispielsweise mit einem Autorentool erstellt wurden, mit einem kompatiblen Learning Management System (LMS) kommunizieren können.
Über SCORM können unter anderem Informationen zum Bearbeitungsstatus, zu Testergebnissen oder zum Lernfortschritt an das LMS übertragen werden. SCORM-Kurse werden häufig als Paket exportiert und anschließend in die Lernplattform importiert. Besonders verbreitet sind SCORM 1.2 und SCORM 2004.
Der Vorteil liegt vor allem in der Kompatibilität und Wiederverwendbarkeit von Lerninhalten. Andere Standards wie xAPI ermöglichen zwar die Erfassung vielfältigerer Lernerfahrungen, SCORM ist jedoch weiterhin ein etablierter Standard für klassische eLearning-Kurse innerhalb eines LMS.
Screenreader
Ein Screenreader ist eine Software, die digitale Inhalte ausliest und beispielsweise per Sprachausgabe oder Braillezeile zugänglich macht. Sie unterstützt insbesondere blinde und stark sehbeeinträchtigte Menschen bei der Nutzung digitaler Anwendungen.
Für eLearning bedeutet das, Inhalte so zu gestalten, dass sie auch mit unterstützenden Technologien nutzbar sind. Dazu gehören zum Beispiel eine klare Struktur, sinnvolle Alternativtexte für Bilder, eindeutig bezeichnete Schaltflächen und eine gute Bedienbarkeit per Tastatur.
Screenreader zeigen damit, wie wichtig digitale Barrierefreiheit im eLearning ist. Lernangebote sollten nicht nur optisch ansprechend, sondern auch technisch zugänglich gestaltet sein.
Seminar
Ein Seminar ist eine organisierte Lernveranstaltung, bei der sich Teilnehmende gezielt mit einem bestimmten Thema beschäftigen. Im Mittelpunkt stehen häufig der Austausch, gemeinsame Diskussionen und die aktive Auseinandersetzung mit den Lerninhalten.
Seminare können vor Ort, online oder in Kombination mit digitalen Lernangeboten stattfinden. Beispielsweise können Teilnehmende Grundlagen vorab in einem eLearning-Kurs erarbeiten und das Seminar anschließend für Übungen, Fragen oder Fallbeispiele nutzen.
Die Verbindung aus Seminar und digitalem Lernen ist ein typisches Beispiel für Blended Learning. Entscheidend ist dabei, welche Lernform das jeweilige Lernziel am besten unterstützt.
Single Sign-On
Single Sign-On, kurz SSO, ermöglicht Nutzerinnen und Nutzern den Zugriff auf mehrere Anwendungen über eine zentrale Anmeldung. Statt für jedes System eigene Zugangsdaten zu verwenden, authentifizieren sie sich einmal und können anschließend auf angebundene Anwendungen zugreifen.
Learning Management Systeme können ebenso in eine SSO-Lösung integriert werden. Mitarbeitende können dann beispielsweise ihr bestehendes Unternehmenskonto verwenden, um auf die Lernplattform und ihre Schulungen zuzugreifen.
SSO kann den Zugang zum eLearning vereinfachen und den Verwaltungsaufwand reduzieren. Welche Lösung eingesetzt werden kann, hängt jedoch von der vorhandenen IT-Infrastruktur und den unterstützten Authentifizierungsverfahren ab.
S wie Standards, Zugänglichkeit und smarte Lernprozesse
SCORM, Screenreader, Seminar und Single Sign-On zeigen vier unterschiedliche Seiten des eLearnings: technische Standards, Barrierefreiheit, Lernformate und einen einfachen Zugang zur Lernplattform.
Damit ist auch der zweite Teil unseres eLearning-Glossars zum Buchstaben S abgeschlossen. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Glossar-Reihe weiter begleiten.